Sucht im Alter

Das Altern bedeutet für jeden eine neue Lebensphase, die zwar viele schöne Möglichkeiten der Gestaltung bereithält. Das Altern bedeutet aber auch: beginnende und fortschreitende Einschränkungen und vermehrtes Auftreten von Krisen müssen kompensiert werden – und das ist nicht einfach.

Daraus resultiert eine gewisse Suchtgefahr:

  • Der erholsame Schlaf ist nicht mehr so selbstverständlich wie in jungen Jahren. Schmerzen begleiten nachts zusätzlich die Schlafprobleme oder auch den Alltag und die Aktivitäten am Tag. Beginnend mit einer Tablette oder „ein paar“ Tropfen zur Unterstützung gewöhnt man sich schnell an diese Unterstützung und plötzlich geht es nicht mehr ohne Medikamente
  • Vielfältige Krisen und herausfordernde Situationen können dazu führen, dass Belastungs- und Stressgefühle stark ansteigen. Der Wunsch nach „abschalten können“ und „Entspannung“ wächst. Vermeintlich führt ein schneller Weg dazu über ein Glas Wein oder Bier am Abend oder bei sozialen Veranstaltungen. Und plötzlich ist das tägliche Verlangen nach Alkohol unwiderstehlich…
  • Die Zigarette zwischendurch ist für viele Raucher im Laufe ihres Lebens zu einem festen Bestandteil und einer „liebgewonnenen“ Gewohnheit geworden. Und selbst wer im höheren Lebensalter mit dem Rauchen aufhören möchte, fragt sich: „Lohnt sich das denn noch?“ – wir meinen Ja! Denn der Verzicht auf (oder die Reduktion von) Nikotin bedeuten in jedem Fall einen Gewinn an Lebensqualität.

Es gibt noch mehrere Möglichkeiten von „Süchten“, besser Substanzmissbrauch genannt. Die gängigen Drogen (Marihuana, Kokain…), Spielsucht, Internetsucht, Kaufsucht und noch vieles mehr.

Wichtig zu wissen: Es geht um mehr als nur die Sucht!

Sucht kann Folgen haben wie z. B. Einsamkeit, Depression, körperliche Einschränkungen und Erkrankungen, Demenz, soziale Isolation… und letztlich den Tod.

Und Sucht kann eine Folge sein von allen diesen genannten Aspekten des Alterns.