Depression im Alter

Das höhere Lebensalter konfrontiert jeden Einzelnen mit den unterschiedlichsten Veränderungen im eigenen Leben. Seien es sich verändernde Rollen in der Familie, sich langsam umkehrende Fürsorgebeziehungen, chronische Erkrankungen und ihre Folgen oder zunehmende Verlusterlebnisse im nahen soziale Umfeld – sie alle können der Nährboden für eine depressive Erkrankung im höheren Alter sein.

Eine depressive Erkrankung im Alter ist grundsätzlich ebenso gut behandelbar wie in den anderen Altersstufen, auch wenn auf Grund von alterstypischen Veränderungen die Therapie angepasst werden muss.

Derzeit wird bei vielen Betroffenen die Erkrankung nicht ausreichend diagnostiziert und auch der Zugang zu insbesondere nicht-medikamentösen Therapiemöglichkeiten ist für alte Menschen deutlich erschwert.

Mit unserer Arbeit möchten wir an verschiedenen Punkten ansetzen:

Sensibilisierung der Bevölkerung für dieses Krankheitsbild, um Vorurteile abzubauen und mehr Offenheit für Menschen mit psychischen Erkrankungen zu erwirken.

Des Weiteren wird eine stärkere Vernetzung der Akteure im ambulanten und stationären Setting angestrebt, um einerseits einen fachlichen Austausch zum Thema anzuregen und andererseits langfristig Zugänge für Betroffene zu erleichtern.

In diesem Zusammenhang sollen auch Informations- und Unterstützungsmöglichkeiten für Betroffene und Angehörige geschaffen bzw. weiterentwickelt werden.