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Der Gerontopsychiatrische Basiskurs richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ambulanten Dienste sowie der Beratungsstellen. Er soll Informationen, aber vor allem praktische Hilfen für den alltäglichen Umgang mit psychisch erkrankten Senioren vorhalten. In fünf Modulen werden die Krankheitsbilder Demenz, Depression, Angst, Wahn und Abhängigkeit analysiert und Handlungsempfehlungen erläutert. Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sollen dabei Sicherheit in der Begegnung und der Kommunikation mit Erkrankten erlangen, zudem werden Hemmschwellen und Unsicherheiten abgebaut.

Die Module können einzeln oder aber zusammen gebucht werden.

Wenn Sie weitere Informationen wünschen dürfen Sie sich gerne bei mir melden unter 09721/ 29 838-80.

Hier eine Beschreibung der einzelnen Module:

Modul 1: Demenz und Delir (5FE)

Bei diesem Modul soll es um psychische Erkrankungen gehen, die durch eine Erkrankung des Gehirns zu einer Hirnfunktionsstörung führen. Demnach wird auf die einzelnen Demenzformen und ihre Erkennungsmerkmale eingegangen, vor allem aber stehen herausfordernde Situationen im Fokus. Außerdem werden Besonderheiten des Krankheitsbildes Delir erläutert, damit Symptome frühzeitig erkannt und behandelt werden können. Weitere Inhalte sind Kommunikationswege und Umgang mit Erkrankten. Außerdem wird auf mögliche Beziehungskonflikte eingegangen. 

Modul 2: Trauma und Angst (5 FE)

Unter anderem aufgrund von nicht verarbeiteten oder schweren Schicksalsschlägen können ältere Menschen Traumen und Ängste erleben. Wie diese Erkrankungen definiert sind und worin sie sich unterscheiden soll in diesem Modul von Bedeutung sein. Zudem werden traumatisierende Erlebnisse betrachtet und aufgezeigt welche Bewältigungsstrategien hilfreich sein können. Hierbei spielen vor allem verdrängte Kriegserlebnisse und familiäre Geschichten eine zentrale Rolle, die im Alter wieder aufkommen.

Modul 3: Abhängigkeitserkrankungen (5FE)

Abhängigkeiten im Alter sind ein immer noch tabuisiertes Thema. Dennoch spielen Alkohol- und insbesondere Medikamentenkonsum im Alltag von Senioren eine nicht zu unterschätzende Rolle. In diesem Modul soll es darum gehen, ab wann von einer Abhängigkeit gesprochen werden kann sowie welche Risikofaktoren bekannt sind. Worauf beim Umgang mit Erkrankten geachtet werden muss und mögliche Wege aus der Abhängigkeit werden ebenfalls aufgezeigt.

Modul 4: Wahn und Schizophrenie (5FE)

Die stetige Angst zu verarmen oder verfolgt zu werden können erste Anzeichen für eine wahnhafte Störung sein. Hierbei liegt eine Fehlbeurteilung der Realität vor, die der Betroffene selbst nicht korrigieren kann. Störungen des Denkens und Wahrnehmens sowie anhaltende Halluzinationen deuten auf eine Schizophrenie hin. Diese Erkrankungen sind von Bedeutung, da immer mehr Menschen damit alt werden, dennoch können sie auch im höheren Alter erst entwickelt werden. Ursachen und Formen sollen in diesem Modul erläutert werden. Wie diese Störungen erkannt, aber auch wie mit Erkrankten kommuniziert und umgegangen werden kann, stellen weitere inhaltliche Punkte dar.

Modul 5: Depression und Suizidalität (5 FE)

Phasen der Traurigkeit und Interesselosigkeit im Alter werden oft nicht als Anzeichen einer depressiven Störung wahrgenommen. Ab wann diese Symptome aber krankhaft und behandlungsbedürftig sind wird in diesem Modul erläutert. Des Weiteren sind Ursachen einer Depression und Besonderheiten im Alter wichtige Punkte, um zu verstehen wie sich Erkrankte fühlen mögen. Da die Suizidrate mit zunehmendem Alter steigt wird auch der Umgang damit thematisiert. Zentral sollen aber Unterstützungsmöglichkeiten für Betroffene sein und Sicherheit im Umgang vermittelt werden.