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Sucht
Informationen der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen:
: Informationen
zum Thema Alkoholabhängigkeit im Alter:
<hier klicken>.
: Informationen
zum Thema Medikamentenabhängigkeit im Alter:
<hier klicken>.
"Unter einer Sucht versteht man das unbeherrschbare Verlangen eines Menschen, sich regelmäßig eine bestimmte Substanz zuzuführen oder eine bestimmte Tätigkeit immer wieder auszuführen, obwohl er sich selbst oder Anderen dadurch schadet.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, den Begriff Sucht durch Abhängigkeit zu ersetzen, den sie in der Internationalen Klassifikation für Krankheiten folgendermaßen definiert:
Ein starker Wunsch oder Zwang, psychotrope (die Psyche anregende oder dämpfende) Substanzen zu konsumieren.
Verminderte Kontrollfähigkeit bezüglich des Beginns, der Beendigung und der Menge des Substanzkonsums.
Ein körperliches Entzugssyndrom bei Beendigung oder Verringerung des Konsums.
Nachweis einer Toleranz. Um die ursprüngliche Wirkung der Substanz hervorzurufen, sind zunehmend höhere Dosen erforderlich.
Fortschreitende Vernachlässigung anderer Vergnügungen oder Interessen zugunsten des Substanzkonsums; erhöhter Zeitbedarf, um die Substanz zu beschaffen, zu konsumieren oder sich von den Folgen zu erholen.
Anhaltender Substanzkonsum trotz Nachweises eindeutiger schädlicher Folgen körperlicher, psychischer oder sozialer Art.
Wenn von diesen Kriterien während der letzten 12 Monate mindestens drei vorhanden waren, spricht man von einer Suchterkrankung."
"Die Behandlung von Abhängigkeitserkrankungen erfolgt in vier Phasen.
Kontaktphase: Der Patient meldet sich selbst oder fällt in Ambulanz, Praxis oder Beratungsstelle auf. Jetzt muss der Abhängige dazu motiviert werden, wirklich eine Therapie zu beginnen, um von seiner Sucht loszukommen. Am Ende dieser Phase wird entschieden, ob eine Entgiftung sinnvoll ist.
Entgiftungsphase (Entziehung): Eine Entgiftung ist immer dann notwendig,
wenn mit dem Auftreten von beträchtlichen Entzugserscheinungen und deren
Komplikationen gerechnet werden muss. Bei schweren Entzugssyndromen und der
Gefahr von Delirien (eine bestimmte Form der Bewusstseinstrübung verbunden mit
Erregung, Sinnestäuschung und Wahn) ist eine stationäre Behandlung im
psychiatrischen oder internistischen Krankenhaus unumgänglich. Bei den meisten
Drogen ist es möglich, sie sofort und plötzlich abzusetzen und eine komplette
körperliche Abstinenz zu erreichen, z.B. bei Alkohol.
Depressive Zustände, innere Unruhe und Schlafstörungen können mit nicht
süchtig machenden Medikamenten (Antidepressiva,
Neuroleptika) behandelt werden. Die Entgiftungsphase dauert ungefähr drei
bis sechs Wochen. In dieser Zeit besteht erhöhte Suizidgefahr.
Entwöhnungsphase: Die Entwöhnungsbehandlung kann im stationären Rahmen, in speziellen Suchtkliniken erfolgen, sie kann jedoch auch ambulant durchgeführt werden. Beide Behandlungsformen haben ihre spezifischen Vor- und Nachteile. Dieser wichtigste Teil der Therapie sollte direkt nach der Entgiftung einsetzen. Im Vordergrund der Behandlung steht hier die Bearbeitung der psychischen Abhängigkeit. Der Betroffene lernt, ohne Drogen zu leben und sich selbst und die Realität kritisch zu beurteilen. Der Patient muss Verantwortung für sein Tun übernehmen und die oft vorhandene Kluft zwischen eigenem Anspruch und tatsächlichen Fähigkeiten überwinden. In vier bis sechs Monaten sollte durch eine Zusammenarbeit von Ärzten, Psychologen, Pflegepersonal und Sozialarbeitern dem Patienten eine neue Lebensperspektive gegeben werden. Zum Abschluss der Entwöhnungsphase muss die Wohn- und Arbeitssituation des Betroffenen geklärt sein. Wichtig ist auch die Beantwortung der Frage, welches soziale Umfeld den Patienten erwartet und wie die Freizeitgestaltung aussehen soll.
Nachsorgephase: Betreuung durch einen niedergelassenen Arzt oder Psychotherapeuten, Selbsthilfegruppen, therapeutische Wohngemeinschaften. Mit Hilfe der Nachsorgemaßnahmen soll der in der Entwöhnungsphase erreichte Zustand stabilisiert und das Erlernte in den Alltag von Arbeit, Familie und Freizeit umgesetzt werden. Die Nachsorgephase ist insbesondere hinsichtlich dem Vorbeugen und Bewältigen von Rückfällen wichtig. Besondere Bedeutung haben hier Gruppen wie die Anonymen Alkoholiker, in denen Betroffene sich untereinander helfen. Die Solidarität der Gruppengemeinschaft kann im lebenslangen Kampf gegen die Sucht helfen, auch schwierige Phasen zu überwinden. Für Abhängige von illegalen Drogen gibt es Lebensgemeinschaften, die neben betreuten Wohngemeinschaften auch Arbeitsmöglichkeiten bieten."
"Sucht ist eine chronische Erkrankung mit hohem Rückfallrisiko: Zwei Drittel aller entgifteten und "entwöhnten" Patienten greifen früher oder später wieder zur Droge. Rückfälle gehören zur Krankheit und dürfen nicht als persönlicher Misserfolg angesehen werden.
Mangelndes Selbstwertgefühl steht oft am Beginn einer "Suchtkarriere", und durch die Suchtkrankheit sinkt das Selbstvertrauen des Patienten noch weiter. Daher ist es wichtig, das Selbstwertgefühl von Süchtigen zu kräftigen. Hierzu gehört beispielsweise, sich Zeit für den Betroffenen zu nehmen sowie auf ihn und seine Probleme einzugehen.
Mehr als bei den meisten anderen Erkrankungen spielen Verwandte und Freunde bei der Drogensucht eine sehr bedeutende Rolle. Sie sind zum einem oft mit betroffen, aber auch für die Unterstützung therapeutischer Maßnahmen unersetzlich"
Quelle: Internetseite Psychiatrie Aktuell vom 03.09.2008 (Link: http://www.psychiatrie-aktuell.de/bgdisplay.jhtml?itemname=abuse_disease_pattern)
Suchtberatungsstellen in der Region Main-Rhön:
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Kontakte
Psychosoziale Beratungs- und Behandlungsstelle
- Suchtberatung - beim
Diakonischen Werk Schweinfurt e.V.
Bauerngasse
95
97421 Schweinfurt
Tel.: (09721) 20955 - 0
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Flyer 2:
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Flyer 3:
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Psychosoziale Beratungsstelle für
Suchtprobleme beim
Caritasverband für den Landkreis Bad Kissingen e.V.
Hartmannstraße 2a
97688 Bad Kissingen
Tel.: (0971) 7246 - 29
Flyer:
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Psychosoziale Beratungsstelle - Suchtberatung
- beim
Caritasverband für den Landkreis Hassberge e.V.
Obere Vorstadt 1
97437
Haßfurt
Tel.: (09521) 6916-0
Flyer 1:
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Flyer 2:
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Psychosoziale Beratungsstelle für
Suchtprobleme beim
Caritasverband für den Landkreis Rhön-Grabfeld e.V.
Kellereigasse 12-16
97616 Bad Neustadt
Tel.: (09771) 6116 - 27
Flyer 1:
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Flyer 2:
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