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Depression



"Symptome der Depression im Alter
Im höheren Lebensalter wird eine Depression oft übersehen. Das liegt an dem Vorurteil, eine gewisse Niedergeschlagenheit gehöre zum Alter. Symptome wie vermehrte Niedergeschlagenheit oder Antriebsmangel sind auch im Alter sehr oft ein Zeichen für eine Depression. Depressionen im Alter werden auch übersehen, weil oft gar keine seelischen Beschwerden vorhanden sind, sondern sich die Depression allein durch körperliche Symptome bemerkbar macht, wie Kopfschmerzen, Schmerzen ohne klar fassbare körperliche Ursache, Probleme mit dem Schlaf, der Verdauung und dem Appetit oder mit rascher Erschöpfbarkeit.
  
Formen der Depression im Alter
Grundsätzlich kommen im Alter die gleichen Formen der Depression vor, wie in jüngeren Jahren. Man unterscheidet Depressionen nach ihrem Schweregrad. Und danach, ob es sich um eine einmalige Erkrankung oder um eine rezidivierende depressive Störung handelt. Bei letzter  kommen im Verlauf des Lebens mehrmals depressive Phasen vor.  Eine Besonderheit im Alter ist, dass andere Hirnerkrankungen, wie zum Beispiel eine Demenzerkrankung oder eine Parkinson-Krankheit, mit einer Depression einhergehen können (organische Depression).
 
Wie entsteht eine Depression im Alter?
Wenn man von den organisch ausgelösten Depressionen absieht, dann sind die Ursachen der Depression im höheren Lebensalter eigentlich die gleichen wie in jüngeren Jahren. Oft spielen die Verluste, die das Alter mit sich bringt eine Rolle. Zum Beispiel Einsamkeit und eine Behinderung der Mobilität, der Beweglichkeit und des Hör- und Sehvermögens.
 
Wie behandelt man die Depression im Alter?
Grundsätzlich ist die Behandlung nicht anders als in jüngeren Jahren und genauso gut wirksam. Eine medikamentöse Behandlung mit einem Antidepressivum ist bei einer schweren Depression immer notwendig. Heute werden  moderne Antidepressiva eingesetzt, die auch im Alter gut verträglich sind. Zur Behandlung der Depression und zur Vorbeugung einer Wiedererkrankung ist eine Psychotherapie notwendig. Es gibt spezielle Verhaltenstherapieprogramme für ältere Menschen mit Depression. Dabei geht es unter anderem um die Vermeidung von ungünstigen Überlastungen, um den Aufbau angenehmer Aktivitäten und um die Verbesserung persönlicher Beziehungen. Meistens sind 25 bis 35 Sitzungen in wöchentlichen Abständen sinnvoll."

Quelle: Schweizerische Gesellschaft für Verhaltens- und kognitive Therapie (http://www.sgvt-sstcc.ch/de/ratgeber-fuer-patientinnen/psychische-stoerungenbr-des-erwachsenenalters/probleme-im-alter/index.html#c198), 21. August 2008

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