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In jeder Lebensphase haben wir alterstypische Ängste. Als Kinder fürchten wir uns vor der Dunkelheit und dem bösen Wolf, im Erwachsenenalter stehen bei den meisten berufliche oder familiäre Ängste im Vordergrund. Ältere Menschen werden hauptsächlich von Schreckensvorstellungen eines körperlichen und geistigen Verfalls geplagt. Wer älter wird, begreift allmählich, dass das eigene Dasein endlich ist, dass es Dinge im Leben gibt, die nicht mehr rückgängig zu machen sind und dass manches nicht mehr erledigt oder aufgearbeitet werden kann. Dazu kommen häufig konkrete Ängste um die Finanzen oder einen Umzug ins Heim. Nach Demenzen und Depressionen sind Angst­störungen die häufigsten psychischen Erkrankungen im Alter.

Entstehung:

  • Bei den verschiedenen Angsterkrankungen hingegen liegt kein konkreter Angstauslöser vor, es besteht ein allgemeines Angstgefühl. Eine solche Erkrankung darf niemals als reine "Befindlichkeitsstörungen" betrachtet werden, sondern als psychiatrische Erkrankung.

Konkrete Ängste

  • können mit zunehmendem Lebensalter z.B. vor Einsamkeit, Isolation, Armut, Angst vor Verbrechen (z. B. Überfällen, Trickbetrügern etc.) Verlust des Partners, Erkrankungen, Hilflosigkeit, Abhängigkeit, Schmerzen oder dem Tod bestehen. Hinzu kommen körperliche Symptome wie Herzrasen, Übelkeit oder Muskelanspannung.
  • Bei manchen alten Menschen werden auch plötzlich wieder alte und verdrängte Angsterlebnisse aus dem Krieg und der Nachkriegszeit wach. Die Betroffenen werden immer wieder durch Alpträume und schmerzhafte Erinnerungen gequält.

Unterstützung: 

  • Aufbau und Pflege sozialer Kontakte (auch in Seniorenheimen), eine gute ärztliche und pflegerische Betreuung und eine innere Auseinandersetzung mit dem eigenen Leben und dessen Ende 

Therapie:

  • Kombination aus medikamentöser Schmerz- und Psychotherapie

Eine Psychotherapie ist im höheren Alter genau so wirksam als bei jungen Menschen.